Historie des Philippsdorfer Wunders

Dort, wo jetz die Basilika steht, welche auf der Titelseite der Internetseiten des Wahlfartsortes zu sehen ist, war im Jahre 1866 nur eine Wiese. Neben an stand ein Haus, in dem am 5. Juni 1835 der deutschsprachigen Familie Kade die Tochter Magdalena geboren ist. Es war bereits das zweite Kind dieser Familie. Die Kinder sind in Armut aufgewachsen, hatten aber eine schöne Kindheit. Die hat aber der

Dům Magdaleny Kade - Filipov

Tod des Vaters unterbrochen, als die Magdalena 13 war. In ihrem 19 Lebensjahr hat sie ein weiterer Schicksalsschlag getroffen, sie ist ernst erkrankt. Sie hatte einen schwere Lungenentzüdung und eine Entzündung des Brustfelles, später auch eine Hirnhautentzündung. Im Februar 1865 entsatnd auf ihrer Brust ein immer größer werdendes Geschwür. Es pflegten sie nicht nur ihr Bruder Josef und seine Familie, aber auch zwei Ärtzte: Dr. Görlich aus dem Sachsischen Gersdorf und Dr. Ulbrich aus Georgswalde. Im November 1865 erklärten beide, das Magdalena an einer unheilbaren Krankheit erkrankt ist und bald sterben wird. Vom Bett ist sie nicht mehr runtergekommen, als ihr Bruder das Geschwür umbindete, ist sie vor lauter Schmerzen bewusstlos geworden. Der Kaplan aus Georgswalde, Franz Storch, hat ihr am 21. dezember 1865 die Krankensalbung erteilt. Man hat gewartet, bis der gnadenvolle Tod sie vom Leiden befreit.

Magdalena Kade

Magdalena Kade

Původní postel Magdaleny Kade

Původní postel Magdaleny Kade


Das Wunder

Drei Wochen später, in der Nacht vom 12. zum 13. Januar 1866, konte Magdalen wegen den Schmerzen nicht einschlafen. Ihre Freundin aus dem Nachbarhaus Veronika Kindermann, hat ihr die Haare gekemmt, beide haben gebetet, und Veronika ist dann eingeschlafen. Dank des Protokolls der Bischofskommision können wir die Ereignisse der nacht von der Magdalena selbst geschildert haben: Auf einmal war in dem Raum ein licht, heller als am Tage. Der Vorhang am Bett war auf. Ich binn erschrocken. Ich stauchte mit

Zjevení Panny Marie Magdaleně Kade

der Hand die Veronika   und habe ihr gesagt: » Veronika, steh auf, siehst du nicht, wie es Hell ist? « Veronika sagte: „Aber ich sehe nichts. Vor meinem Bett stand eine Gestalt die ein weises Licht ausstrahlte, mit einer Gelben Krone auf dem Kopf.. Gleich habe ich gedacht, das ist die Mutter Gottes. Ich faltete die Hände, und began zu beten: »Meine Seele lobt den Herrrn, mein Geist jubelt im Gott, meinem Heiland.« Nach diesen Worten hörte ich die Stimme, eine ungewöhnliche Stimme, eine andere, als die, mit der die Menschen sprechen: »Mein Kind von jetzt an heilt's.« Und in dem Augenblick ist die Gestalt verschwunden und ich spürte keinen Schmerz mehr.

Panna Marie Filipovská

Jiříkovský kaplan Franz Storch

Jiříkovský kaplan Franz Storch


Nichts weniger, nichts mehr

Noch an diesem Abend ist Magdalena allein vom Bett gestiegen. Ihre Nähesten haben sich sehr gefreut. Den zweiten Tag ist sie in die Beckerei Brot holen gegangen. Als die Ortsbewohner sahen, wie sie gesund durch das Dorf geht, haben sie sie gefragt, was geschehen ist. Magdalena hat geantwortet: Ich sah in dieser Nacht die Heilige Maria und die sagte mir, das ich gesund werde. Und ich bin gesund. Nichts mehr, nichts weniger ist geschehen.“ 

    Die Nachricht hat sich sofort verbreitet. Jeder aus der Umgebung wolte sich persönlich überzeugen. Viele Menschen eilten zu dem Haus Kade und Magdalena musste jedem wiederholen, was geschehen war. Bald kamen ins Haus auch Pilger aus ferner Umgebung. Im Mai 1866 wurde das Zimmer, wo alles geschah, durch die Kades ausgeräumt und es entstand hier eine provisorische Kapelle. Aus einem alten Tisch wurde ein Altar gebaut, auf dem von Früh bis Abend Kerzen brandten. Auf die Stelle, wo Magdalena die Heilige Maria sah, legten sie ein herlich gesticktes Kissen.  

Poutníci k domku Magdaleny Kade

Ein nächstes Wunder hat sich hier ein Jahr später abgespielt, in der Zeit, wo der erste Jahrestag der Heilung der Magdalena Kade näherte. Am achten Januar 1867 ist in diesem Haus die Magdalena Langhans aus Georgswalde gesund geworden. Sie konte gar nicht gehen. Die Verwanten mussten sie in das Haus tragen. Sie haben sie auf den Platz gelegt, wo Magdalena Kade lag und das unglickliche Mädchen, welches 11 Jahre mit krummen Beinen ligen musste, stand auf einmal aus dem Bett ganz gesund auf.

     Die Kunde über die wundersamme Heilungen hat sich schnell verbreitet. Es wurden immer mehr Pilger. Der Georgswalder Kaplan Storch hat von der Familie Kade das Haus gekauft und hat sich entschieden, das auf dieser Stelle erst eine Kapelle erbaut wird, später hat er auch den Anstoß zum Bau der Kirche gegeben.

     Die Philippsdorfer Heilung der Magdalena Kade geschah genau um vier Uhr morgens am 13. Januar 1866. Gleich danach wurde eine Untersuchungskommision gebildet, welche die Ereignisse sorgfältig überprüfte einschließlich der Aussagen der beteiligten Personen. Als wichtig erscheint die Aussage beider behandelden Ärtzte, welche keinen natürlichen Grund der Heilung gefunden haben. Philippsdorf ist der einzige Maria-Wahlfartsort der im 19. Jahrhunder in Böhmen entstand.

Magdalena Kade Panna Marie Filipovská

Die Anerkennung der Ereignisse in Philippsdorf von seite der Kirche bestätigt die offizielle Erklärung des Oberhauptes der Katholischen Kirche, Papst Pius der XI, der die hier erbaute Kirche der Heiligen Maria helferin der Kristen auf Basilika minor“ erhoben hat. Das trägt mit sich spezielle Privilegien für die Pilger.

     In der Kirche war auch das Bett plaziert, in dem Magdalena Kade bei dem Ereiginiss im Januar lag. Magdalena Kade arbeitete nach seiner Wunderheilung viele Jahre in dem Georgswalder Altersheim. Sie wurde siebzig Jahre und starb am 10.12.1905. Die sterblichen Überreste der Magdalena wurden nach gründlicher Untersuchung durch den Anthropologen prof. Dr. Vlček unweit vom Eingang in die Kapelle. Die Statue der Heiligen Maria, die heute an der Stelle steht wo es zu der Heilung gekommen ist, wurde nach dem, was Magdalena gesehen hat, gefertigt. Sie ist aus weißem carrarischen Marmor gefertigt und die Kosten hat die polnische Gräfin Raczynská übernommen.

Hrob Magdaleny Kade

Původní hrob Magdaleny Kade

Hrob Magdaleny Kade

Hrob Magdaleny Kadeové na filipovském 

hřbitově ( asi z roku 1977)


Ein Platz zur Kontemplation

Die Pflege dieser Wahlfartsstäte wurde im Jahre 1885 an den Redemptoristen Orden übergeben.

Filipov - Redemptoristé

Um 1930 war Philippsdorf eines der besuchtesten Wahlfartsstäten in mittel Europa.


Poutní mše u příležitosti 130. výročí zázračného uzdravení Magdaleny Kade - 13.1.1996 ve 4 hod. ráno

Poutní mše u příležitosti 130. výročí zázračného uzdravení Magdaleny Kade - 13.1.1996 ve 4 hod. ráno

 
Zde najdete rozpis bohoslužeb v Jiříkově a Filipovské bazilice

www.jirikov.info